Kernaussage: Eine technisch korrekte SQL-Abfrage kann fachlich trotzdem ein falsches Ergebnis liefern. Deshalb beginnt Datenanalyse mit dem Verständnis der Daten.

Moderne Werkzeuge machen es einfach, grosse Datenmengen schnell auszuwerten. Schwieriger ist die Frage, ob die verwendeten Daten tatsächlich das darstellen, was man zu messen glaubt.

Was bedeutet ein Feld wirklich?

Ein Feldname allein reicht selten aus. Entscheidend sind Definition, Einheit, Gültigkeitszeitpunkt, Herkunft und mögliche Sonderfälle. Zwei ähnlich benannte Werte können fachlich etwas völlig Unterschiedliches bedeuten.

Das Datenmodell gehört zur Analyse

Beziehungen zwischen Tabellen, Kardinalitäten und fachliche Schlüssel bestimmen, wie Daten korrekt zusammengeführt werden. Ein technisch erfolgreicher Join kann beispielsweise Mehrfachzählungen erzeugen, wenn die zugrunde liegende Beziehung nicht verstanden wurde.

Datenqualität sichtbar machen

Fehlende Werte, Dubletten, historische Datenstände oder unterschiedliche Erfassungsregeln sollten vor der Interpretation geprüft werden. Gute Analyse dokumentiert deshalb nicht nur das Ergebnis, sondern auch relevante Datenqualitätsannahmen.

Fachliche Plausibilität prüfen

Zahlen sollten nicht nur technisch stimmen, sondern auch fachlich plausibel sein. Vergleiche mit bekannten Grössen, Summenprüfungen, Stichproben und Gegenrechnungen helfen, Fehler früh zu erkennen.

Mein Fazit

Datenanalyse beginnt nicht mit SQL, Python oder einem Dashboard. Sie beginnt mit der Frage, welche Aussage die Daten überhaupt zulassen. Wer das Datenmodell und den fachlichen Kontext versteht, erhält belastbarere und besser erklärbare Ergebnisse.

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